Das Akkordeon

Als gegen 1830 das Akkordeon von dem Österreicher Cyrill Demian zum Patent angemeldet wurde, war es noch lange nicht das Instrument, das wir heute kennen. Es handelte sich vielmehr um einen kleinen Kasten, den man aufs Knie legte, und dem man durch Auf- und Abpumpen der Luft einige Melodie- und Begleittöne entlocken konnte. Ziemlich schnell aber entwickelten findige Instrumentenbauer im Laufe der folgenden Jahrzehnte Ergänzungen und Änderungen, die es dem Akkordeon ermöglichten, seine steile Karriere zu beginnen.

Ein-Mann-Orchester und noch viel mehr!
Was machte das Akkordeon so erfolgreich? Natürlich ist sein Klang liebenswert. Aber noch etwas anderes machte das Akkordeon so attraktiv: durch die Bässe und Akkorde auf der linken Seite bietet es eine praktische Möglichkeit, die mit der rechten Hand gespielte Melodie zu begleiten – das ideale „Ein-Mann-Orchester“.
Harmonika, Schifferklavier, Bandoneon, Knopfakkordeon – so vielfältig wie die Ausführungen sind auch die Bezeichnungen des Instrumentes.

Ideal für viele Musikrichtungen
Erlernen kann das Instrument jeder, das ideale Einstiegsalter liegt bei ca. 6-7 Jahren.
Kinder beginnen mit einem kleinen  „Kinderakkordeon“ und wechseln dann im Lauf der Zeit zum nächstgrößeren Modell, Erwachsene können natürlich gleich mit einem großen Instrument einsteigen. Die Literatur umfasst mittlerweile von Barockmusik über Klassik und Folklore, von Klezmer bis Jazz und Pop, ein breites Spektrum. Ganz besonders Spaß macht dann das Mitspielen im Akkordeonorchester, hier werden schmissige Stücke geprobt und geübt, oft unterstützt von Schlagzeug, Bass, Gitarre und Keyboard.

Viktor Wiederkehr