Das Saxophon

Na, das weiß doch jedes Kind, werden sie sagen. So ein Ding mit einer typisch hakenförmigen Krümmung, einem Trichter vorne dran und ganz vielen Klappen, mehr als doppelt so viele, wie wir Finger haben.  Vielen ist es schleierhaft, wie wir sie mit unseren Fingern überhaupt alle bedienen können. Oben ist so ein komisches Mundstück dran, ganz anders als bei Flöte oder Trompete, und wenn man da reinbläst, kommen vielleicht Töne raus, und dann kitzelt es so komisch an der Unterlippe. Dieses komische Mundstück findet sich auch noch an einem anderen Instrument, nämlich der Klarinette. Das ist kein Zufall, da Adolphe Sax, bevor er das Saxophon 1842 erfand, die Bassklarinette entscheidend verbesserte. Trotzdem ist das Saxophon keine Weiterentwicklung der Klarinette, sondern eine selbstständige Erfindung.

Einfach mal anfangen!
Jedes Kind, welches seine Milchschneidezähne hinter sich gelassen hat, kann es erlernen. Natürlich auch Erwachsene, die sich einen Traum erfüllen wollen, für den sie früher keine Zeit hatten. Meistens kennt man das Saxophon aus der Popularmusik (Jazz, Rock, Pop, Rhythm ‘n‘ Blues etc.), es gibt aber auch sehr interessante Originalliteratur aus dem ernsteren Bereich der Musik. Im Unterricht überwiegt aber ganz klar der Popularbereich, vor allem weil die Schüler lieber aktuellere Stücke spielen. Viele allgemeinbildende Schulen bieten auch Bigbands an, für die wir die Schüler gerne vorbereiten.

Wie lange braucht es dann, bis man Saxophon spielen kann?
Das hängt von vielen Faktoren ab, wie etwa Übungsaufwand (anfangs ca. 15 Min. täglich, je fortgeschrittener, desto länger), welche Musikrichtung (spiele ich nur nach Noten, oder möchte ich auch improvisieren? Denn dazu muss man auch einiges an Theorie lernen). Probieren sie es aus! Im ersten Jahr ergibt es durchaus Sinn, im Gruppenunterricht zu beginnen, z.B. in einer Zweier- oder Dreiergruppe. Später sollte man dann je nach Fortschritt in den Einzelunterricht wechseln.

Peter Schwarzer