Die Klarinette

Sie ist sowohl in der klassischen Musik als auch in Folklore, Blasorchester,  Klezmer, Jazz  und Swing zu Hause. Ob im Orchester oder Solo, viele unterschiedliche Stimmungen lassen sich mit der Klarinette ausdrücken. Der große Tonumfang und der variable Klang, butterweich in der Tiefe oder auch definiert und klar in der Mitte und den Höhen, schaffen die Voraussetzung dazu. Nicht zuletzt der Film „Jenseits der Stille“ verhalf dem Instrument zu einer großen Popularität.

Wer kann nun Klarinette lernen?
Eigentlich jeder, der über die zweite Garnitur Schneidezähne verfügt, denn diese sind unerlässlich, um einen unverkrampften und ausdauernden Ansatz zu erlernen. Daneben sollten auch die Hände und Arme so dimensioniert sein, dass sie die Klarinette halten und alle Klappen erreichen können. „Genügend Luft“  hat eigentlich jeder gesunde Mensch, in der Regel kann man also zwischen dem neunten und elften Lebensjahr eine Klarinettenkarriere beginnen. Immer wieder kommen Kinder im Vorschulalter oder auch Erstklässler und möchten gerne Klarinette lernen. Ich gebe ihnen gerne den Tipp, doch zuerst die musikalische Früherziehung zu besuchen und im Anschluss daran Blockflöte zu lernen. Dies ist eine absolut gute Vorbereitung auf den Klarinettenunterricht, denn hier werden schon Grundlagen in Rhythmik und vielen anderen Punkten gelegt, die dann beim späteren Unterricht am Wunschinstrument zum Tragen kommen.

Von den ersten Schritten zu lebenslanger Freude am Spielen
Der Unterricht (Einzel,  Zweier- oder Dreiergruppe) beginnt recht spielerisch mit dem Erlernen des richtigen Ansatzes und der richtigen Atemtechnik. Aber auch die Pflege und das Zusammen- und Auseinanderbauen der Klarinette werden am Anfang geübt. In der Regel spielen die Schüler schon nach zwei bis drei Wochen einfache Melodien und werden dabei von einer Playback-Band auf CD unterstützt. Das macht richtig Spaß, und man lernt ganz spielerisch „im Takt“ zu bleiben.
Wichtig ist das regelmäßige Üben. Ein paar Minuten täglich Ansatz und Atmung trainieren und es stellt sich schnell der Erfolg ein. Bald erweitert sich der Tonumfang und je nach Neigung können die Schüler  im Klarinettenensemble oder anderen Ensembles mitspielen. Viel Literatur von Klassik bis Pop und Jazz gibt es auch für Klarinette und Klavier, oft begleite ich meine Schüler am Klavier und führe sie auch an die Kunst der Improvisation heran. Gerne unterrichte ich auch Erwachsene, und die Stilvielfalt der Klarinette bietet auch hier die Möglichkeit, für jeden seine Richtung zu finden und einen Ausgleich zum Berufsalltag zu schaffen. Mir persönlich ist wichtig, dass die Schüler gerne den Unterricht besuchen und ihr individuelles Lerntempo bestimmen. Dann ist ein nachhaltiger Erfolg sicher und das Instrument wird zu einem lebenslangen Begleiter!

Christoph Grassl